Psychotherapie

 

 

Wenn man psychisch belastet und dadurch in seinem Handlungsradius eingeschränkt ist, kann es eine große Herausforderung darstellen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ich möchte daher auf dieser Seite nur einen sehr knappen, schlagwortartigen Überblick über die Therapieverfahren Verhaltenstherapie bzw. Systemische Therapie geben. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass es sich bei beiden Verfahren um wissenschaftlich anerkannte Methoden der Psychotherapie handelt. Darüber hinaus gehört die Verhaltenstherapie zu den wenigen zugelassenen Richtlinienverfahren. Es gibt sehr viele Verfahren, aber nur die Verhaltenstherapie, die Analytische Therapie sowie die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sind zugelassen. Nur durch die Zulassung als sogenanntes Richtlinienverfahren ist überhaupt eine Behandlung innerhalb des Krankenkassensystems möglich.

 

Verhaltenstherapie (VT)

Die grundlegende Annahme der Verhaltenstherapie besagt, dass Verhaltensstörungen – ebenso wie andere Formen von Verhalten – meist erst erlernt wurden. Unter Verhalten wird hierbei nicht nur beobachtbares Verhalten verstanden, sondern darunter werden ebenso Gefühle, Gedanken und physische Prozesse zusammengefasst. In kleinen Sequenzen, der sogenannten Verhaltensanalyse, werden Merkmale von problematischen Verhaltensweisen, deren vorangehenden Bedingungen sowie darauffolgende Konsequenzen untersucht. Wichtig sind hierbei die aufrechterhaltenden Bedingungen der Probleme eines Menschen. Die VT ist gegenwartsorientiert und möchte Hilfestellung geben, neues zielgerichtetes Verhalten zu erlernen. Sie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe, damit der / die Betroffene möglichst rasch wieder ohne therapeutische Hilfe zurechtkommt.

 

Systemische Therapie (ST)

In der Systemischen Therapie werden Probleme und Symptome nicht als Krankheit eines Einzelnen angesehen, sondern der Blick wird immer auf das soziale System gerichtet, das ihn umgibt. Das kann die Familie sein, aber auch das soziale Umfeld am Arbeitsplatz, sein Herkunftssystem etc. Das Symptom des Einzelnen hat also etwas mit dem System zu tun, in dem er lebt. D.h. aus systemischer Sicht gibt es nicht „den Kranken“, sondern das Symptom wird als „Lösungsversuch“ für das ganze soziale Umfeld angesehen. Typische Fragen könnten lauten: Gibt es jemanden in ihrem System, dem Sie einen Gefallen damit tun, dass es Ihnen schlecht geht? Von welchem Konflikt in der Familie könnte es ablenken, dass Sie depressiv sind?

In der systemischen Therapie werden die Stärken und Ressourcen der Beteiligten besonders betont. Ein Ziel der Therapie ist es, die zur Verfügung stehenden Lösungsmöglichkeiten des Systems zu erweitern, damit das Symptom nicht mehr die einzige „Lösung“ darstellt. Weiterhin werden die Stärkung der Autonomie und des Selbstwertes jeder einzelnen Person sowie eine Veränderung der leiderzeugenden Beziehungsmuster des Systems angestrebt. Dabei soll der Zusammenhalt in der sozialen Bezugsgruppe gefestigt und die Kommunikation und der Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedern verbessert werden.

 

Wenn Sie sich eingehender über die von mir angebotenen Verfahren informieren möchten, so empfehle ich Ihnen die Recherche im Internet. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Informationsmaterial/Büchern zu den jeweiligen Themen. Gerne berate ich Sie hierzu in meiner Praxis.

Es ist aber selbstverständlich Bestandteil meiner Therapie, über die angewandten Methoden aufzuklären und sie immer wieder transparent zu machen. Nur durch Ihr Einverständnis dazu und Ihre Rückmeldungen im therapeutischen Prozess können Sie und ich gemeinsam herausfinden, was genau individuell für Sie hilfreich ist.

 

Wenn Sie Unterstützung suchen bei Problemen, die den unten stehenden Beschwerdebildern zuzuordnen sind, können Sie sich an mich wenden bei:

-Angststörungen

-Depressionen

-Schlafstörungen

-Anpassungsstörungen (z.B. nach schweren Erkrankungen)

-Zwangserkrankungen

-Essstörungen

-Psychosomatische Störungsbilder (z.B. Schmerzerkrankung)

 

Auch bei anderen Themen, die für Sie zunächst nicht so klar zu benennen sind, wie z.B. Fragen zur weiteren Gestaltung des beruflichen Bereichs, der Lebensform oder Beziehungsthemen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Hierzu bedarf es eines Gesprächs, in dem geklärt wird, ob es sich eher um ein begrenztes, in wenigen Beratungsgesprächen zu ordnendes Thema handelt (siehe „Beratung“), oder ob eine längere Therapie empfehlenswert ist.

 

Da ich in meinem ersten Beruf als Hebamme häufig mit Frauen (und Paaren) in Berührung kam, die psychologische Unterstützung suchten, biete ich speziell Beratung und Therapie an für Frauen und Paare

 

- mit unerfülltem Kinderwunsch

- Zustand nach Fehl-bzw. Totgeburt

- ausgeprägten Beschwerden in der Schwangerschaft, die wahrscheinlich auf psychische Belastungsfaktoren zurückzuführen sind (z.B. vorzeitige Wehen)

- für Frauen mit ausgeprägten Geburtsängsten.

 

Natürlich erstreckt sich mein Angebot auch auf andere, hier nicht explizit erwähnte Fragestellungen/Probleme aus dem geburtshilflich-gynäkologischen Bereich.